Prof. Dr. Berthold Dietz
Soziologie; RECOS-Beauftragter · I Soziale Arbeit
„RECOS bringt eine völlig andere Sichtweise auf die Soziale Arbeit, die man bei nur nationaler Betrachtung nicht hätte“, sagt eine Absolventin.
„C‘est prendre un peu de distance avec son cadre de pensée traditionnel et accepter d‘être étonné.“ (Etudiant P. S.)
„Durch RECOS lernen angehende Sozialarbeiter *innen, Pädagog*innen bzw. Kindheitspädagog*innen und Religionspädagog*innen die politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Grundlagen im Dreiländereck kennen. Die Kooperation führt zu gegenseitig anerkannten Studienabschlüssen, eröffnet Arbeitschancen in den Nachbarländern und macht gemeinsame Forschungsprojekte möglich, zum Beispiel im grenzüberschreitenden Kinderschutz“, erklärt Sibylle Fischer, RECOS-Beauftragte an der Evangelischen Hochschule Freiburg
Der RECOS-Hochschulverbund entwickelt einen Europäischen Campus
– CELIS – , der u.a. durch ein trinational ausgerichtetes Studium noch zielgenauer dazu beiträgt, dass angehende Fachkräfte mit den erforderlichen Kompetenzen zum beruflichen Tätigwerden in grenzüberschreitenden Arbeitskontexten ausgestattet sind.
Seit 1990 bieten heute sechs Hochschulen aus Freiburg, Basel, Mulhouse und Strasbourg im Rahmen von RECOS gemeinsam Lehrveranstaltungen für angehenden Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen und Religionspädagog*innen. Inhalte sind die politischen, rechtlichen und sozialen Grundlagen der Mitgliedsländer. Aktuelle Herausforderungen der jeweiligen Praxisfelder werden theoretisch, empirisch und praxisnah behandelt. Durch Sprachkurse, gemeinsame trinationale Block- und Schwerpunktseminare sowie Theoriesemester an den Partnerhochschulen, Auslandspraktika und Abschlussarbeiten werden Kompetenzen für grenzüberschreitende Berufsfeldern vermittelt.
Studierende erwerben Wissen über die benachbarten Systeme, deren rechtliche Rahmenbedingungen, ihre grundlegenden Logiken, Organisationsformen und Trägerstrukturen. Darüber hinaus setzen sie sich mit dem jeweils spezifischen (kulturellen) Professionsverständnis von Fachkräften, den damit verbundenen Werten, Verhaltensweisen sowie gesellschaftlichen Normen und traditionellen Praktiken in der Gesellschaft auseinander.
Studierende der (Fach-)Hochschulen in den Studiengängen Soziale Arbeit, Elementarpädagogik, Heilpädagogik und Pädagogik / Pädagogik der Kindheit in Basel, Freiburg, Mulhouse und Strasbourg.
École Supérieure de Praxis Sociale, ESEIS – École Supérieure Européenne de l’Intervention Sociale, EDIAC Formation Strasbourg, FHNW Hochschule für Soziale Arbeit, Evangelische Hochschule Freiburg, Katholische Hochschule Freiburg
Die RECOS-Präsidentschaft hat zum 01.01.2019 Dr. Chantal Mazaeff, Direktorin des Institut Supérieure Social de Mulhouse (ISSM) (heisst inzwischen: École Supérieure de Praxis Sociale) übernommen. Zuvor war Rektorin Prof.in Dr.in Renate Kirchhoff (EH Freiburg) von 2106 – 2018 RECOS-Präsidentin.
Sechs Millionen Einwohner, 167 Hochschulen und Forschungseinrichtungen gehören zur europäischen Modellregion. Für die lange und intensive Zusammenarbeit stehen zudem zahlreiche Einrichtungen wie die Beratungseinrichtung Infobest, das Euro-Institut, das deutsch-französische Arbeitsamt, die deutsch-französische Brigade oder das deutsch-französische Polizeizentrum.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit erfordert Kompetenzen, deren Entwicklung RECOS-Hochschulen mit ihrem gemeinsamen Programm unterstützen. Wer hier studiert, hat gute Voraussetzungen für eine Berufstätigkeit in der Trinationalen Metropolregion.
Bedingt durch die steigende berufliche und private Mobilität zwischen den Nachbarländern, steigen einerseits die Anforderungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, z.B. durch Fragen der Zuständigkeit in Kinderschutzfällen, neue Problemlagen durch Pendelmigration oder grenzüberschreitender Prostitution. Andererseits gibt es auch ein zunehmendes Interesse regional- und kommunalpolitischer Organe sowie der Praxis an den Arbeitsweisen der Nachbarländer.
Kooperationen zwischen Quartieren aus Freiburg und Strasbourg, in die neben der klassischen Quartiersarbeit, Anwohner*innen und Vertreter*innen der Religionsgemeinschaften eingebunden sind, werden mit dem Ziel aufgebaut von- und miteinander zu lernen. Von Landkreisen und Departements werden gemeinsame Fachtage organisiert, um zum Beispiel Fachkräfte darin zu unterstützen grenzüberschreitende Abläufe zu gestalten oder aufzuzeigen, wie eingeleitete Maßnahmen ohne Unterbrechung und an den Bedarfen der Klient*innen orientiert, umzusetzen sind. Aus diesen Entwicklungen heraus werden zunehmend Bedarfe der Praxis für Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Austausche formuliert und Forschungsfragen aufgeworfen. Diesem Verlauf entsprechend, gehen die Aktivitäten der kooperierenden Hochschulen inzwischen über das ursprüngliche RECOS-Programm hinaus.
Aus welchem Grund hast Du das RECOS-Zusatzzertifikat gewählt?
Welche Erfahrungen hast Du im RECOS-Lehrprogramm gesammelt?
Was hat Dich motiviert, den Bachelor Soziale Arbeit an der EH Freiburg zu erlangen?
Welche Erfahrungen hast Du an der EH Freiburg gesammelt? (Wie wurdest Du aufgenommen? Wie war das Studium? Konntest Du auf Vorwissen zurückgreifen? Etc.)
Würdest Du anderen das RECOS-Programm und das zusätzliche Semester zur Erlangung des BA Soziale Arbeit an der EH Freiburg empfehlen? Wenn ja, warum?
Was tust Du heute beruflich? Hat Dir RECOS mit dem Abschluss BA Soziale Arbeit für Deine Berufstätigkeit Vorteile verschafft? Wenn ja, welche?
Welche Empfehlungen hast Du für das RECOS-Programm und das Zusatzstudium an der EH Freiburg?
Vielen Dank für Deine Antworten!!
Soziologie; RECOS-Beauftragter · I Soziale Arbeit